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Winterpause in Dennenlohe – stattdessen Reisen im Hunde-Gartenmobil…

Ruhe kehrt ein im Schlosspark – ab November sind nur noch die Pferde und Hühner im Garten unterwegs. Der grüne Baron, die Hunde und ich sind auf Gartenerkundungsreise und diesmal sogar im eigenen „Hundemobil“. Weil mich mit zunehmendem Alter die Wohnungssuche für 7 Hunde und zwei bis fünf Menschen immer mehr ermüdet, haben wir kurzerhand ein „Garten-Hunde-Wohnmobil“ erstanden – perfekt für Hunde, Menschen und Gartenerkundungen im In- und Ausland. Diesmal ging gleich in den regenreichen Süden – erste Station – die geheimen Gärten von Treviso und Venedig. Quasi die Königsdisziplin mit 7 Hunden Venedig erkunden – leider im Nieselregen und einem Hund, der an Brechdurchfall leidet. Also keinen Schritt nicht ohne meine Feuchttücher… und keine Antipasti in der Aperolbar vom Tisch!

Um daherzukommen, mussten jedoch erst einige Hürden genommen werden: 150 km nach dem Start: Stop in einer zweiten Spezialtierklinik am Schliersee um Bailey nochmal zu testen, vermutlich IBD – Inflammatory Bowel Disease – ich koche im Wohnmobil selbst für ihn, weil er auf jedes Futter allergisch reagiert. 250 km nach dem Start: Bremswarnleuchte leuchtet Aperolorange – Auslesung auf Garantie in einer netten Fiat Werkstätte in Österreich. Dort konnte nebenan auch gleich die grüne E6 Plakette beim ÖMTV gekauft werden, die der grüne Baron am Vortrag bei der Zulassung vergessen hatte. 350km nach dem Start: Enys wird schlecht, seine Schwestern haben ihn nicht in die Mitte gelassen, er bricht – gut, daß wir lauter waschbare Badevorleger und viele Feuchttücher dabei haben. 400 km nach dem Start: Ad blue ist leer, warum wird ein Auto so ausgeliefert? 500 km nach dem Start: Motorölleuchte leuchtet Camparirot, Motor will Öl, 1 Liter Öl rein, Leuchte leuchtet nach 50km orange, zu viel Öl drin. Weiterfahren, bis Öl leerer wird. 550 Km nach dem Start: Alle Türen sind geschlossen, aber es piepst, daß nicht alle geschlossen sind. Ignorieren. Beim km 837 wieder vorbei. Bei 1840 km wieder unregelmäßiges Piepsen in Rechtskurven. Lauter Kinderkrankheiten… Seitdem keine neuen Leuchten und viel Spaß beim Fahren. Man kann 140 km schnell fahren, die Sitze sind viel bequemer als im Mercedes und es ist wirklich viel Platz auf den 7m Länge für uns und die Hunde. Durch das Hubbett hat man auch tagsüber keine Menschenbetten in Sicht – das Hundelager nimmt ja schon viel Platz ein. 🙂

Von Venedig aus ging es weiter nach Süditalien. Ninfa, von der New York Times als „most romantic garden in the world“ – die Times war noch nicht in Dennenlohe – war ja Vorbild für unseren Staudengarten“ Ninfa“, der mit 15.000 Stauden bepflanzt ist und von der Gesellschaft für Staudenfreunde vor 2 Jahren gesponsert wurde. Im Winter hat er eigentlich geschlossen, aber wenn man sich im Vorfeld per mail anmeldet kann man eine Privatführung buchen. Es ist ja immer so, daß wir alle Gärten immer nur im Winter besuchen können und da geht es nur mit extra Voranmeldung – quasi von Gärtner zu Gärtner. Und das ist dann oft wirklich besonders romantisch – alleine mit einem Führer durch einen Nebelverhangenen Garten spazieren und sich vorstellen, wie alle Beete im Frühjahr oder Sommer aussehen! Nur die Pferde haben mir gefehlt… die sind ja noch im Dennenloher Nebel.

Dann gemütlich zurück ins Garten-Hundemobil und das elektrische Hubbett absenken, so daß die Hunde und wir alle ausreichend Platz haben zum Schlafen. Gut, daß wir dieses Mal nicht in England sind – dort hat ja gerade wieder mal eine neue Verordnung Einzug gehalten – nur noch 5 Hunde pro Auto sind erlaubt und nicht mehr pro Person. Da Hunde auch nicht mit einer Person ohne Auto aufs Schiff dürfen, denn die Dover-Calais Fähren nehmen nur Autos mit, mussten wir diesen September, als wir König Charles Garten „Highgrove“ für ein Wochenende besucht haben, noch ein kleines Auto in Frankreich mieten, damit wir alle 7 Hunde ordentlich ins Vereinigte Königreich einführen konnten. Natürlich hat dann niemand an der Grenze kontrolliert, welche Hunde in welchem Auto sitzen. Reine Bürokratiewillkür, die nur Arbeit macht und leider nicht verhindert, daß immer noch ganz viele Welpentransporte illegal über die Grenzen kommen.

Aber zurück zum Hunde-Gartenmobil – kaum ist man ausgestiegen, sitzt Lieseli, unsere bulgarisch-rumänische Flüchtlingshündin am Fahrersitz und kontrolliert die Lage. Nach knapp zwei Jahren bei uns, ist sie begeistert bei der Sache und reist gerne kreuz und quer durch Europa. Deutschsprachige Männer sind harmlos, das hat sie mittlerweile erkannt, bei Fremdsprachigen ist sie noch vorsichtig. Städte, Autofahren, Strände, Fährschiffe – alles findet sie toll und ist begeistert am Schnüffeln und Rumrennen. Venedig oder Athen – überall sind Katzen und (wilde) Strandhunde unterwegs und Lieseli mittendrin. Mittlerweile sind wir über Brindisi nach Igoumenitsa in Griechenland angekommen und da gibt es viele Ziegen, was noch viel aufregender ist!

Weil der grüne Baron von Griechenland zwischendrin nach Hause fliegt, um noch etwas im Garten zu werkeln, hat er sich diesmal als Flugpate von Athen nach München für den Verein „Paroshunde“ zur Verfügung gestellt. 5 Hunde fliegen mit und bekommen ein neues Zuhause in Deutschland. Gut zu wissen, daß die griechische Aegan Airline problemlos 5 Hunde pro Person mitfliegen läßt und wir kein extra Auto mieten müssen, um mit unserer Meute später mal nach Griechenland zu fliegen!  Dort will der grüne Baron nämlich auf der wunderschönen Insel Ios einen neuen Hanggarten anlegen – aber das wird noch einige Winter lang dauern!

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